Europa-News 31/01

 

Die Alpenrepublik am Weg vom Kultur- zum Forschungsland

Die Qualität des Bildungswesens wird entscheidend für das Bestehen Europas im globalen Wettbewerb. Mehr noch, die Zukunft Europas kann nur durch die Forschung abgesichert werden, so Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann bei einer Diskussionsveranstaltung in Klosterneuburg. Bei dieser Gelegenheit verwies er vor allem auf einen Erfolg der österreichischen Ratspräsidentschaft. So sei es gelungen, für das Forschungsrahmenprogramm der EU ein Budget von rund 100 Milliarden Euro für sieben Jahre zu vereinbaren. Es bedarf nur noch der Beschlussfassung durch das Parlament.

Österreich ist mittlerweile nicht mehr nur ein Kunst- und Kulturland, sondern auch ein Forschungsland. Mit jährlichen Forschungsausgaben in der Höhe von elf Milliarden Euro nimmt die Alpenrepublik in Europa nach Schweden den zweiten Platz ein. Weltweit rangiert man an zehnter Stelle. Ausschlaggebend dafür sei, dass Forschung nicht nur an den Universitäten sondern auch an den Fachhochschulen, in privaten Forschungseinrichtungen und in den Unternehmen betrieben wird. Notwendig sei es nun, so Faßmann, für einen verbesserten Output zu sorgen. Soll heißen, die Ergebnisse der Forschung müssen auch in die Gesellschaft exportiert und von der Wirtschaft umgesetzt werden. Insgesamt leide Österreichs Forschung nicht an der Finanzierung sondern an der Fragmentierung. Er werde deswegen „aber nicht mit der Machete durch den Dschungel gehen“, sondern auf Überzeugungsarbeit setzen, betonte der Minister.

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Nordmazedonien drängt in die EU

Gerne würde das Land nach der Beilegung des Namenskonfliktes den Platz in der EU einnehmen, den Großbritannien freimacht.

Österreich spielt am Balkan eine wichtige Rolle für die EU. Das unterstrich auch der Besuch des mazedonischen Premiers, Zoran Zaev, bei Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien. Zaev betonte bei dieser Gelegenheit, dass sein Land nach der Beilegung des Namenstreits mit Griechenland so schnell wie möglich in die EU will. Wichtige Voraussetzungen werden bereits geschaffen, die Verfassung geändert und das Land schon bald „Nordmazedonien“ heißen.

Zaev verwies auch darauf, dass die Mazedonier „mehr an die Werte der EU glauben würden als manche Bürger innerhalb der Europäischen Union“. Trotz der Krise, die die Union derzeit durchlebe, habe sein Land „Vertrauen in die EU über die Grenzen des Himmels hinaus“. Mit dem Brexit verknüpfte er eine Hoffnung: „Großbritannien hat vielleicht einen Platz für uns freigemacht in der EU“.

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